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Weiberfastnacht Was für ein Tag 31.01.2008

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Das war ein Tag!
Denn der war lange vor 11.11 Uhr für mich bereits gelaufen.

6.00 Uhr ging der Wecker - Tochter versilbert - die will um 7.30 Uhr in der Schule sein - als 11klässlerin war sie heute im Elferrat - Schnell zum Hit Getränke holen, dann nebenan Grosseinkauf - Meine bereits im letzten Jahr gestrickfilzte Tasche, die ich nun endlich mit Henkeln versehen hatte, liegt im Einkaufswagen - Dann schnell zur Kasse - alles aufs Band - Tasche weg -hochroter Kopf - Sicher ist sie im Auto! Nein, da ist sie nicht - Ausnahmsweise Autoschlüssel und Handy in der Hosentasche - Mann angerufen- Karte gesperrt - schnell zur Karnevalsfeier weil ich versprochen hatte zu filmen - dann während der Aufnahme schön ins Micro plappern weil ich meinen Nachbarn die Story erzählen will - dann ganz lange Stille weil ich um den zweiten Ärmel meines tangled yoke cardigan trauere - um meine Schlüssel - meine blinkenden Teufelshörner - meinen Kalender - meinen zerfledderten Führerschein mit 1979er ausgewachsener Minipli Frisur - meine gerade gekauften Briefmarken - meine Rosenholz Rundstricknadel - die schöne Tasche - der Schulschlüssel!

Dann andersrum: Gut dass die Kamera im Auto war - das Handy in der Hosentasche - der Autoschlüssel nicht weg - endlich meine Kassenzettelsammlung entsorgt - nur 14€ bares drin war - mein Mann alles erledigen konnte - die Karnevalsfeier soo gut

Dann kommt mein Mann - die ganze Geschichte nochmal erzählt - der grinst - glaubt er mir nicht? - nein, ich hab sie nicht irgendwo vergessen - wirklich gestohlen - ja warum bist du eigentlich hier? - ach, hab die Tasche abgeholt - beim ehrlichen Finder - 1km entfernt lag sie beim Edeka rum - alaaf!

Das Geld ist natürlich weg, aber der Mensch war wenigstens so nett alles andere drin zu lassen. Nur zum entleeren hab ich sie nochmal angefasst.
Jetzt mag ich sie nicht mehr. Die arme kann nichts dafür aber es ist einfach so. Sie liegt nun draussen zum auslüften . Wenigstens für ravelry hab ich sie nun nochmal abgelichtet.

Dabei fällt mir gerade ihre Geschichte wieder ein. Die Wolle ist von Luise, einer leider vor 4 Jahren verstorbenen Milchschaf - Heidschnucke Mischung.
Die Fasern waren so herrlich lang, dass sie prima zum spinnen lernen waren. Ich hab sie vor vielen Jahren pflanzengefärbt und wunderte mich irgendwann warum sie so schlecht filzte. Spinnen wollte ich sie auch nicht, weil viel zu kratzig. So lag die Wolle nun mehrere Jahre herum, bis ich sie letztes Frühjahr zu einem dicken Garn verspann um sie zu einer Strickfilztasche zu verarbeiten. Wie man sieht, die Wolle reichte nicht ganz, deshalb auch die Henkelversion und gut gefilzt hat sie auch die Maschine nicht. Aber gefallen tut sie mir. Oder tat. Mal sehen was wird.

So , nun mach ichs mir mit meinem Ärmel gemütlich, damit ich fürs Stricktreff bei
Iris alle Teile zusammen habe. Dort strick ich ganz entspannt meinen Zopf.