Blau färbe ich nach den Rezepten von Dorothea. Ich wende sie allerdings nur an wenn ich mit dem Färbekreis der Schule oder mit dem Spinnkreis zusammen bin. Wenn ich alleine bin und keine Helfer beim herausnehmen der Wolle habe, dann färbe ich mit der Urin-Küpe. Dazu sollte man auch allein sein. Im Sommer richte ich dann unterm Dach meine Färbeküche ein und erfreue dann alle 24 Stunden meine Mitmenschen mit 200g grün oder blautönen.
Die wunderschönsten gelbtöne erreiche ich mit Goldrute, Reseda, Kamille, Birkenblättern und Zwiebel
Sie haben eine besonders intensive Färbekraft und da sie
viel Gerbsäure enthalten benötigt man keinerlei Vorbeize.
Die Schalen werden verarbeitet wenn sie noch grün sind.
Für 100g Wolle benötigt man 1000g Walnussschalen. Wolle
oder Seide werden zwischen die klein geschnittenen
Schalen geschichtet. Mit Regenwasser bedecken. Mindestens
48 Stunden lässt man das Ganze ruhen. Ich warte oft
mehrere Tage. Das Färbegut oxydiert an der Luft. Erst
dann entwickelt sich der endgültige Farbton.
Anschliessend kann man natürlich noch weitere Färbungen
durchführen. Bei der Warmfärbung wird das braun dann
schokoladiger.